01.09.2026

Laden am Arbeitsplatz: eRound.Mobility und decarbon1ze realisieren Durchleitungsmodell für die BVG

Nahaufnahme eines an die Ladebuchse angeschlossenen Ladegeräts für Elektrofahrzeuge, daneben eine Frau in einem schwarzen Mantel. Die Zukunft nachhaltiger Mobilität. Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks.

eRound.Mobility und decarbon1ze realisieren für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Durchleitungsmodell an Firmenladepunkten. Mitarbeitende können ihre privaten E-Fahrzeuge damit künftig auch an gemeinsam genutzten Ladepunkten mit einem individuell gewählten Stromtarif laden.

Geteilte Ladeinfrastruktur flexibler nutzen

Im Zentrum des Projekts steht die ladevorgangsscharfe Bilanzierung. Einzelne Ladevorgänge werden jeweils dem gewählten Lieferanten und Bilanzkreis zugeordnet. So können an derselben Ladeinfrastruktur unterschiedliche Nutzergruppen laden – etwa Mitarbeitende mit Privatfahrzeugen, Dienstwagen oder Flottenfahrzeuge. Die Energiemengen werden dabei transparent getrennt erfasst und individuell abgerechnet.

Gerade für Unternehmen mit gemeinsam genutzten Ladepunkten schafft das neue Möglichkeiten. Bisher war es oft notwendig, Ladeinfrastruktur messtechnisch nach Nutzergruppen zu trennen oder zusätzliche Erstattungs- und Gutschriftlösungen für privat geladene Strommengen einzurichten. Das Durchleitungsmodell reduziert diesen Aufwand und erhöht zugleich die Flexibilität im Betrieb.

Zusammenspiel von Betrieb und Energiewirtschaft

eRound.Mobility übernimmt in dem Projekt die Erfassung, Steuerung, Überwachung und Abrechnung der Ladevorgänge. Die Plattform unterstützt Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur, Flottenbetreiber sowie Unternehmen mit gemeinsam genutzten Ladepunkten.

decarbon1ze ergänzt diese Prozesse um die energiewirtschaftliche Zuordnung der Verbrauchsmengen und die Einbindung in die Marktkommunikation. So können verschiedene Fahrzeuge am selben Ladepunkt im jeweils gewünschten Lieferantenverhältnis laden.

Relevanz für die betriebliche Elektromobilität

Das BVG-Pilotprojekt zeigt, wie sich geteilte Ladeinfrastruktur wirtschaftlich, flexibel und nutzerfreundlich betreiben lässt. Es schafft damit eine Blaupause für weitere Anwendungen in der betrieblichen Elektromobilität – insbesondere für Unternehmen, die Flottenfahrzeuge, Dienstwagen und private Fahrzeuge ihrer Mitarbeitenden über eine gemeinsame Infrastruktur versorgen wollen.

Auch für eRound.Mobility ist das Projekt von Bedeutung: Es zeigt, wie sich Ladeinfrastrukturbetrieb und energiewirtschaftliche Prozesse sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung hier.

Foto-Credit: Hamburger Energienetze GmbH

Nach oben