Elektrotechniker wartet Anlagen in einer Umspannstation – Symbol für Energieversorgung, Netztechnik und zuverlässige Strominfrastruktur.

Digitale Zustandsbewertung für Transformatoren

Wie gridlytics in eine Vielzahl von Messwerten Ordnung bringt – und daraus eine klare Entscheidungsgrundlage schafft.

Trafobewertung bisher: viele Daten, wenig Automatisierung

Der bisherige Entscheidungsprozess zum Trafotausch bei der Hamburger Energienetze GmbH basiert auf der manuellen Auswertung verschiedener Mess- und Probenwerte, um den technischen Zustand eines Transformators zu beurteilen. Dabei werden mehrere Einzeldatenquellen herangezogen:

 

 

1. Schadgase im Öl:
Durch die Auswertung von DGA-Ölproben (Dissolved Gas Analysis) lassen sich Rückschlüsse auf innere Fehler und mögliche Schäden im Trafo ziehen.
 

2. Zustand des Öls: 
Über ISO-Ölproben wird die Alterung und Qualität des Isolieröls bewertet.
 

3. Zustand des Kerns:
Mit elektrischen Messungen wird der elektrische Zustand des Transformators überprüft.

 

 

Alle Ergebnisse werden anschließend zusammengeführt, um den Gesamtzustand zu bestimmen. Bislang erfolgte die Auswertung manuell. Mindestens sechs verschiedene Datenquellen müssen zusammengeführt werden – ein Prozess, der sowohl zeitaufwendig als auch fehleranfällig ist.

Datenanalyse, die Klarheit schafft

Von vielen Messwerten zu einer Kennzahl
Die verschiedenen Messwertreihen wurden in gridlytics zu einem aussagekräftigen Index zusammengeführt. Dafür wurde ein Health-Index entwickelt, der den Zustand des Transformators in einer Kennzahl abbildet. In die Berechnung fließen 18 Messreihen mit jeweils unterschiedlicher Gewichtung ein. Grundlage bildet ein Punktesystem mit definierten Grenzwerten und hinterlegten Formeln.

 

Zustandsbewertung auf einen Blick
Mit gridlytics wird die Zustandsbewertung deutlich einfacher, schneller und verlässlicher. Alle relevanten Datenquellen fließen automatisch in die Analyse ein und werden zentral ausgewertet. So entsteht ein transparentes Gesamtbild, das Entscheidungen objektiver macht und den manuellen Aufwand reduziert. Netzbetreiber gewinnen dadurch Zeit, Sicherheit und eine fundierte Basis für die Planung von Wartung oder Tauschmaßnahmen.

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